Bulgarien

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Informationen über Bulgarien.

Wirtschaftstrends Bulgarien
aktuelle Wirtschaftstrends in Bulgarien für den Zeitraum von 2010 bis 2012.

Auswärtiges Amt
Informationen vom Ausärtigen Amt über Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

Allgemeine Informationen über Bulgarien

Bulgarien ist einer der ältesten europäischen Staaten und kann auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückgreifen. Das Land wurde 681 gegründet. Unter Zar Simeon I. erlebte das Reich seine erste Blütezeit und trat zum byzantinischen Christentum über. Im 10. Jh entstand hier die kyrillische Schrift.

Mit 7,72 Mio. Einwohnern ist es eines der am dünnsten besiedelten Länder Europas. 68% der Bulgaren leben in den Städten. Außer den ca. 84% ethnischen Bulgaren gibt es eine große türkische Minderheit (9,4%) sowie Roma, Armenier, Serben, Griechen, Walachen und Pomaken. Offizielle Amtssprache ist Bulgarisch, das in kyrillischer Schrift geschrieben wird, die christlich-orthodoxe Kirche ist Staatskirche.

Seit dem EU-Beitritt 2007 demonstriert Bulgarien seine Einzigartigkeit als das erste Land in der Europäischen Union, das die kyrillische Schrift benutzt. Das Land liegt im Zentrum der Balkanhalbinsel. Im Norden grenzt das Land an Rumänien, im Osten an das Schwarze Meer, im Süden an die Türkei und Griechenland, und im Westen an Mazedonien und Serbien. Das Land hat eine Fläche von ca. 111.000 qkm.

Karte Bulgarien

Allgemeine Wirtschaftsinformationen über Bulgarien

Die Bulgarische Volkswirtschaft geriet nach dem Zusammenbruch des Marktes in der Sowjetunion 1990 in eine schwere Krise. Nach Wirtschaftsreformen und der erfolgreichen Anbindung des bulgarischen Lews an die deutsche Mark, ab 1999 dann an den Euro, hat die wirtschaftliche Entwicklung Bulgariens beachtliche Fortschritte gemacht. Das durchschnittliche BIP-Wachstum erreichte regelmäßig fünf bis sechs Prozent und lag auch aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus deutlich über dem europäischen Durchschnitt.
2008, ein Jahr nach dem Beitritt in die europäische Union erwirtschaftete Bulgarien einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 6%. Die bulgarische Volkswirtschaft wird aufgrund des weiterhin enormen Nachholbedarfs wieder überdurchschnittlich wachsen. Bulgarien will weiterhin an dem fixen Lew-Euro-Wechselkurs im Rahmen seines Currency Board-Systems festhalten und in wenigen Jahren den Euro einführen.
Die Infrastruktur des Landes befindet sich zu großen Teilen in einem ausbaufähigem Zustand, das Schienen- und insbesondere das Strassennetz sind funktionstüchtig, aber veraltet. Die erst neu gewählte Regierung plant Straßenbau-Projekte mit einem Gesamtwert von 2,5 Mrd. Euro, von denen 1,245 Mrd. Euro über zwei aktuelle EU-Fördertöpfe finanziert werden. Durch die bis 2020 neu gebauten Autobahnen werden insbesondere Hotel- und Motelunternehmen, Schnellrestaurants, der Einzelhandel und weitere Firmen einen erhöhten Bedarf an gewerblich genutzten Immobilien haben. Hinzu kommt der durch die bulgarischen Regierung und der europäischen Union geförderte Markt an erneuerbarer Energien.
Bulgarien erholt sich weiter von der Finanz- und Wirtschaftskrise. Nach einem nur minimalen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2010 in Höhe von +0,2%, erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2011 ein Wachstum in Höhe von 3%. Im 1. Quartal 2011 expandierte Bulgariens Wirtschaft um 2,5% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hauptursache war die starke Außennachfrage. Für die Jahre 2012 bis 2016 erwarten die IWF-Ökonomen ein jährliches Wachstum zwischen 3,5% und 4,0%.
Das EU-Land lockt Investoren mit einem seit Jahren konstant niedrigen Körperschaft- und Einkommensteuersatz in Höhe von 10% („flat tax“), einem festen Wechselkurs zum Euro und dem niedrigsten Lohnniveau innerhalb der EU. Gute Chancen für deutsche Unternehmen bieten der Infrastrukturbau und der Bereich Umwelttechnik. Die meisten Infrastruktur-Projekte werden mit EU-Fördermitteln finanziert.
Ein zunehmend interessanter Standort wird Bulgarien für die Automobil-Zulieferindustrie (z.B. Grammer, Ixetic, Witte, Steca Elektronik), die Energie-Branche, der Agrarsektor (inklusive Weinanbau), die Lebensmittel- und die Verpackungsindustrie, die Forst-, Holz- und Möbelwirtschaft, die Elektrotechnik und der mit bis zu 1 Mrd. geförderte Ausbau des Wasser- und Abwassersystems.

Quelle: AHK Bulgarien



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